Die Geschichte

 

 

 

 

Nach dem Beispiel zahlreicher Ortschaften, die in den zwanziger Jahren eigene Musikkapellen gründeten, fanden sich im Frühjahr 1920 mehrere junge Männer zusammen, um auch in Schöllbronn einen Musikverein zu gründen. Um die Gründung erwarb sich Josef Neumaier ganz besondere Verdienste.

 

Am 12. April 1920 wurde die Gründungsversammlung abgehalten, deren Protokoll 25 Teilnehmer als Gründungsmitglieder ausweist. Am 19. April wurde die erste Spielerversammlung abgehalten, wobei sich 9 Männer der neugegründeten Kapelle anschlossen. Vereinslokal wurde das Gasthaus „Zum grünen Baum“. Der Wirt Florian Günther finanzierte mit einem – später in Raten zurückbezahlten – Betrag in Höhe von 6.000 DM die Anschaffung der ersten Instrumente.

 

Erster Dirigent wurde der Stationsvorstand der Albtalbahnstation Spielberg/Schöllbronn Appel. Dieser wurde nach kurzer Zeit von Hermann Baureihel aus Ettlingen abgelöst. Unter seiner Stabsführung erlebte die Kapelle einen raschen Aufstieg und konnte bei verschiedenen Preis- und Kritikspielen Erst- und Ehrenpreise erringen.

 

Am 28. Juni 1925 wurde die Standarte, die in der Paramentenanstalt Gengenbach angefertigt wurde, eingeweiht. Das ehrwürdige Symbol mit der Inschrift „Behüt‘ Dich Gott“ begleitet auch heute noch den Verein bei entsprechenden Anlässen.

Vom 7. bis 9. Juni 1930 feierte der Verein unter Beteiligung von 16 Gastkapellen sein 10-jähriges Jubiläum.

 

Von 1930 bis 1945 leitete Dirigent Seitz aus Karlsruhe-Rintheim die Kapelle zur Zufriedenheit aller Mitglieder.

 

1939, mit Beginn des Zweiten Weltkrieges, konnte das Vereinsleben nur noch in beschränktem Umfang aufrechterhalten werden. Zwei aktive und 14 passive Mitglieder kehrten vom Krieg nicht mehr zurück.

 

Nach der Besetzung des Ortes durch französische und amerikanische Truppen im April 1945 wurden sämtliche Vereine durch die Militärregierung aufgelöst.

 

Musikkapelle 1922 mit Ehrendirigent Hermann Baureithel